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Wenn zwangsläufig die auditiven Möglichkeiten an der Teilhabe
in der Gemeinschaft erheblich eingeschränkt sind, sollten daher sämtliche
Anstrengungen darauf ausgerichtet sein,
die vorbleibenden Ressourcen Hörgeschädigter soweit zu optimieren,
dass sie trotz Hörbehinderung wieder aktiv und selbstbewusst am Kommunikations-geschehen
teilnehmen können. Während die medizinische und technische Versorgung
von Hörschäden weitgehend ausgereizt sind, ergeben sich nach
meinen langjährigen Erfahrungen als Betroffener Defizite im persönlichen
Bereich, vornehmlich bei der Akzeptanz und der Eigenversorgung des jeweiligen
Hörschadens. In der Anpassung an die neue Lebenssituation fühlen
sich Betroffene nämlich oft hilflos, überfordert und allein
gelassen.
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Wohl gibt es gute stationäre und teilstationäre Rehabilitationen
für Hörgeschädigte, jedoch noch zu wenig professionelle
ambulante Angebote, um anschließend die meist langwierige und schwierige
Adaption des Schwerhörens bzw. des neuen Hörens mit einer Hörhilfe
langfristig zu begleiten und zu sichern. Denn in Konfrontation mit einem
unverständigen und ebenfalls überforderten alltäglichen
Umfeld brechen Betroffene erfahrungsgemäß nach einer zeitlich
begrenzten Reha-Maßnahme häufig seelisch ein und sind so zwangsläufig
selten zu angemessener Reaktion fähig. Hier bedarf es einer flankierenden
fachlichen Unterstützung, die nach Möglichkeit das persönliche
Umfeld mit einschließen sollte.
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